Kunst im Karner - Juni 2006 - Adolf Frohner - KREUZigungen

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Übersicht alle
bisherigen Ausstellungen

Kunst im Karner Fotos und Berichte

10. Juni 2006: Vernissage & Eröffnung
10. Juni 2006: Frohner & Aigner zu KREUZigungen
10. Juni 2006: Bericht in der NÖN-Mödling vom 14.6.2006
11. Juni 2006: 3 Filme über Adolf Frohner
15. Juni 2006: Axel Karner: "Kreuzesgedichte"
16. Juni 2006: Quatembergebet - Gebet im Karner
17. Juni 2006: Hommage an den Literaten Franz Rinner
18. Juni 2006: Klaus Heine: "Tod am Kreuz - 
10. Juni 2006: Torheit oder Gottesweisheit"
23.Juni 2006: Arnold Mettnitzer "Mensch unterm Kreuz -
10. Juni 2006: das ewige Thema"
24. Juni 2006: Finissage

Adolf Frohner © Kunst im Karner - St. Othmar
10. Juni 2006

Vernissage & Eröffnung
KREUZigungen
Adolf Frohner

"So war es" 1995 © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

Vernissage - Kunstwerke im Karner © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

Vernissage - Adolf Frohner © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

Türskulptur "Die Kreuzigung", 1980; Holz, Leinen, Ölfarbe, Eisen, PVC, 210x105x40 cm © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

Vernissage - Adolf Frohner © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

Türskulptur "Adam & Eva", 1980; Holz, Leinen, Ölfarbe, Eisen, 210x105x40 cm © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

Vernissage - Carl Aigner © Kunst im Karner - St. Othmar

Eröffnungsansprache (Doris Frass)

Im Namen von "KUNST IM KARNER" darf ich Sie heuer als Obmann des im Herbst gegründeten nunmehrigen Vereins herzlich begrüßen und willkommen heißen. Wie bisher werden wir zweimal im Jahr Ausstellungen mit Rahmenveranstaltungen in den Mödlinger Karner bringen und hoffen dabei, wieder Ihr Interesse zu wecken.
Noch ist der Verein eine gut überschaubare Gruppe und die Anzahl der aktiven Mitglieder ist noch viel überschaubarer. Aber das lässt sich leicht ändern, indem alle heute Anwesenden auch Mitglieder werden. Dann hätten wir finanziell auch ein zweites Standbein neben unseren Hauptunterstützern, denen ich hiemit ganz herzlich danken möchte und ohne die wir diese Veranstaltung nicht durchführen könnten:
Es sind dies von Beginn an die Stadtgemeinde Mödling, der ROTARY Club Mödling und der LIONS Club Mödling. Unser besonderer Dank gilt dabei Bgmst. LAbg. Hans Stefan Hintner und den Präsidenten der beiden Clubs, Josef Bacher und Otto Pferschy !
Unsere Damenriege hat leider im letzten Herbst einen schmerzlichen Einschnitt verkraften müssen, Mag. Lore Schanzer, die treibende Kraft und Initiatorin von "Kunst im Karner" ist durch eine plötzliche schwere Erkrankung viele Wochen und Monate im Spital gewesen, seit einigen Wochen nun in häuslicher Pflege und ich freue mich natürlich besonders, dass sie mit der tatkräftigen Hilfe ihres Gatten, MR Dr. Schanzer, heute kommen konnte und weiterhin Anteil nimmt an unserer Arbeit.
Heute kommen wir schon zum 4. Mal zusammen, um eine Ausstellung im Karner zu eröffnen, zum 4. Mal seit der ersten Ausstellung im Herbst 2004 sind Werke eines großen Künstlers der Gegenwart hier im ältesten Gebäude von Mödling zu sehen und nicht nur zu sehen, sondern hoffentlich auch mehr, nämlich zu erspüren.
"Adolf Frohner - Kreuzigungen" ist das Thema und der Titel dieser Ausstellung. Zu sehen sind 3 großformatige Gemälde und eine Türskulptur, alles Arbeiten aus der jüngsten Schaffensperiode.
Dem Künstler Adolf Frohner kann man sich auf vielfältige Weise nähern: als Mitbegründer des Wiener Aktionismus, als Grafiker, als Maler und Bildhauer, als Kunstkritiker, als Vertreter Österreichs und Preisträger bei Internationalen Kunstausstellungen, als Präsident der Gegensezession, als ordentlichem Professor für Malerei, als Mitglied der Hörer- und Sehervertretung und des Kuratoriums im ORF für die Sparte Kunst, als Meisterklasseleiter, als Prorektor an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, als Gestalter öffentlicher Plätze, als….
oder ganz einfach als Mensch, der mit all diesen Aktivitäten bewusst machen will, was ihn beschäftigt und was seiner Meinung nach auch andere beschäftigen sollte.
Zwei Wochen haben Sie nun Gelegenheit, sich mit den ausgestellten Kunstwerken auseinander zu setzen (im wahrsten Sinn des Wortes - nehmen Sie Platz im Karner und genießen Sie die besondere Ruhe und Atmosphäre des Raumes!), sich mit ihnen anzufreunden oder auch von ihnen betroffen gemacht zu werden, sie auf sich wirken zu lassen, ihre Intensität und Ausstrahlung zu erleben.
Sie sind eingeladen, nicht nur heute bei der Eröffnung einen kurzen Blick darauf zu werfen, sondern öfter einmal herein zu schauen, die verschiedenen Beleuchtungssituationen auszukosten und bei den Veranstaltungen des Rahmenprogramms verschiedene Aspekte und Zusammenhänge in besonderer Weise zu erfahren oder vielleicht auch zum ersten Mal zu erkennen.
Adolf Frohner ist sicher keine "leichte Kost". Seine auf manche wild oder vielleicht auch aggressiv wirkende Malweise, die auf wenige Farben beschränkte Palette, wobei das intensive Rot und Schwarz ohne Umweg über das Gehirn unser Innerstes direkt zu treffen scheinen, greifen quasi nach dem Betrachter und erzeugen eine sehr intime Situation, der man sich nur schwer entziehen kann.

Einführung

in das Werk und Leben von Adolf Frohner erfolgte durch Prof. Mag. Carl Aigner, Direktor des NÖ. Landesmuseums in St. Pölten.

Musikalische Umrahmung

Horntrio "con spirito" 
um Manfred Winkelbauer

(Text Doris Frass, Fotos Gerhard Metz)

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Vernissage - Fahne © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage - Doris Frass, Carl Aigner, Adolf Frohner und Gattin © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage -  Initiatorin Lore Schanzer © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage - Carl Aigner © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage - Carl Aigner, Doris Frass, Adolf Frohner © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage - Horntrio "con spirito"  © Kunst im Karner - St. Othmar
Vernissage - Pfarrer Klaus Heine im Gespräch mit Pfarrer Richard Posch © Kunst im Karner - St. Othmar

Aus den Ansprachen bei der Vernissage über KREUZigungen

Adolf Frohner bei der Vernissage © Kunst im Karner - St. OthmarAdolf Frohner stellte bei seinem die Eröffnung abschließenden Statement fest, dass er selbst nie "Kreuzigungen" gemalt habe, sondern immer nur Kreuze oder an Kreuzigungen erinnernde Darstellungen, deren Titel weit über eine "einfache Kreuzigung" hinausgehen ("So ist es, ist es so", "So war es", "Die alte Ordnung"). 
Erst seit diese Bilder anläßlich der VII Biennale d`arte sacra 1995 in Venedig in der Schau L`ARTE IN CROCE in Zusammenhang mit früheren Kreuzigungsdarstellungen gezeigt wurden, gelten sie als "Kreuzigungsbilder". 
Damals wurde Frohner übrigens von Kardinal Cé als "neuer Tintoretto" angesprochen, was der Künstler durchaus als angebracht empfindet, da auch Tintoretto manche Meinungsverschiedenheiten mit den kirchlichen Auftraggebern hatte.

"So war es" 1995 © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

"Die alte Ordnung" © Adolf Frohner - Kunst im Karner - St. Othmar

Carl Aigner bei der Vernissage © Kunst im Karner - St. OthmarIn seiner sehr dichten und spannenden Einführung zu Adolf Frohners Bildern stellte C. Aigner das Kreuz als (Teil-)Titel der Ausstellung KREUZigungen an den Anfang: das einfachste und zugleich in so verschiedener Weise auslegbare Symbol aus zwei einander schneidenden (oder auch kreuzenden) Linien, wahrscheinlich das erste Zeichen (=Symbol) von Menschenhand geschaffen, das von Anfang an kultischen Charakter hatte, da es wie kein anderes Symbol die Verbindung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch, von oben und unten, von diesseits und jenseits mit einfachsten Mitteln darstellt. Erst sehr viel später wurde es Synonym für Tod und Leid, seit Konstantin auch für Sieg und Auferstehung.

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Bericht in der NÖN-Ausgabe vom 14. 6. 2006 von Gaby Schätzle:NÖN-Mödling vom 14.6.2006 © Gaby Schätzle - NÖN

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11. Juni 2006

3 Filme über
Adolf Frohner

Biographie 
Adolf Frohner

"Vom Geist des Fleisches" 
über eine Ausstellung in der St. Petri-Kirche in Lübeck

"Ein Mann fühlt rot"
Ausstellung im Museum Lentos in Linz zum 70. Geburtstag, Kommentare von Peter Baum u.a.

"Adolf Fohner - Malerei" 
1993, Kommentar von Wieland Schmied, Ausstellung Künstlerhaus Wien, Werkübersicht

Bei der Vorführung der angeführten Filme konnte der Künstler selbst wegen eines kurzfristig vereinbarten Termins leider nicht anwesend sein. 
Adolf Frohner bekommt in Krems ein eigenes Museum beim Minoritenkloster - Neubau.

Adolf Frohner wird aber am 23. Juni im Anschluss an den Vortrag "Mensch unterm Kreuz- das ewige Thema" von Dr. Arnold Mettnitzer zu einer Diskussion anwesend sein.


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Vernissage - Adolf Frohner mit Gattin © Kunst im Karner - St. Othmar
15. Juni 2006

Axel Karner:
"Kreuzesgedichte"

Lesung aus dem Buch
KREUZ Gedichte

mit Scherenschnitten von Joseph Kühn. Verlag Weitra: Bibliothek der Provinz, 2003. ISBN 3-85252-455-5

Axel Karner © Kunst im Karner - St. Othmar

Axel Karner, geboren am 18. Mai 1955 in Zlan, Kärnten Studium der evangelischen Theologie, Theaterwissenschaft und Psychologie an der Universität Wien, seit 1979 Religionslehrer an Wiener Pflichtschulen, Dialektautor, lebt in Wien

Axel Karner © Kunst im Karner - St. Othmar

Musikalisches Zwischenspiel:
Partita Nr.3 in E-Dur von Johann Sebastian Bach

Matthias Cernusca, Jahrgang 1988, wuchs in Mödling auf, Musikunterricht seit seinem 3. Lebensjahr (Blockflöte) Seit 1993 Klavierunterricht, ab 1996 Geigenunterricht in der Klasse Johannes Amerer an der Beethoven Musikschule Mödling,

Matthias Cernusca © Kunst im Karner - St. Othmar

Andrea Schubert vom Organisationsteam Kunst im Karner begrüßte den evangelischen Religionslehrer und Author. 
Axel Karner ist Kärntner, wuchs in einem Pfarrhaus auf und beschäftigt sich seit langem mit dem "Kreuz". Er sieht es nicht als eines, das Erlösung bringt, sondern beschreibt in seinem Buch "KREUZ Gedichte", in knappen Versen, was "unter dem Kreuz" nicht alles passiert ist. Auf Schlagwörter reduziert:
"Passionsgeschichte" im ersten und  "Schlachthöfe der Geschichte" im zweiten Teil. Hier drei der vorgetragenen Gedichte:
Axel Karner "KREUZ Gedichte" © Scherenschnitte: Joseph Kühnsiehe
siehe
vater

die haut
in fetzen gerissen
an der mauer
den schädel
verscharrt

fluchen
die toten
tochter
und sohn
selig
in deiner hand

Axel Karner "KREUZ Gedichte" © Scherenschnitte: Joseph Kühnzu ihrer schande

zu ihrer schande
kam er
wunden und flecken

da der himmel
die erde berührte
streuten sie
salz

wollten töten

Axel Karner "KREUZ Gedichte" © Scherenschnitte: Joseph Kühnspeisen

speisen
mit messer und gabel

den stich
von unten
geführt

das fleisch
ist billig geworden

Pfarrer Klaus Heine bedauert in der nachfolgenden Diskussion, dass die Ambivalenz des Kreuzes verlorengegangen ist. (Die Katastrophe wird durch die Gnade Gottes zum Heil für uns Menschen). Den Hauptgrund sieht er darin, dass immer wieder in der Geschichte das "Kreuz", zumeist als Symbol, völlig zweckentfremdet wurde.

Beeindruckend für alle Zuhörer die Wirkung der "knappen Verse" in diesem wunderbaren magischen Raum, umschlossen von den großformatigen Bildern Adolf Frohners.

(Text & Fotos Gerhard Metz)

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Axel Karner liest aus seinem Buch "KREUZ Gedichte" © Kunst im Karner - St. Othmar
Axel Karner liest aus seinem Buch "KREUZ Gedichte" © Kunst im Karner - St. Othmar
Axel Karner liest aus seinem Buch "KREUZ Gedichte" © Kunst im Karner - St. Othmar
Axel Karner liest aus seinem Buch "KREUZ Gedichte" © Kunst im Karner - St. Othmar
Axel Karner liest aus seinem Buch "KREUZ Gedichte" © Kunst im Karner - St. Othmar
Axel Karner liest aus seinem Buch "KREUZ Gedichte" © Kunst im Karner - St. Othmar
 

 

16. Juni 2006

Quatembergebet

Fresken im Karner © Pfarre St. Othmar in Mödling

Gebet im Karner
jeden 16. des Monats

  • Zeit zum Ruhigwerden

  • Zeit des Nachdenkens

  • Zeit auf die innere Stimme zu hören

  • Zeit sich selbst zu spüren

  • Zeit zum miteinander Singen und Beten

um offen zu werden für Gottes Wort und Stimme!

Das Quatembergebet am 16. Juni 2006 wurde von der 
Familienrunde Moser-Müller-Waltersam-Wess mit Gebeten, Texten und Liedern gestaltet. In einleitenden Worten erinnerte Franz Waltersam an den Sinn dieses speziellen Gebetes:

Quatembergebet © Gebet im Karner - Pfarre St. Othmar in MödlingDie Quatembertage bilden im Kirchenjahr gleichsam den Einstieg in die vier Jahreszeiten. Ihre Grundanliegen sind Beten, Fasten und Teilen! 
Wir wollen heute fasten, indem wir ein Stück unserer Zeit hergeben - es Gott geben, indem wir miteinander beten und singen und so unser Herz und unseren Blick weit machen für die, die auf unser Teilen warten. 
Trotz und neben aller neuen Not wollen wir mit unseren und den gesammelten Spenden die seit Jahren laufenden Projekte in Nigeria, Südindien und Mexiko unterstützen.

Quatembergebet © Gebet im Karner - Pfarre St. Othmar in MödlingGemeinsam wurde das Gebet zu den Heiligen der Nächstenliebe gebetet, Gotteslob Nummer 785/6. Zu den abschließenden Bittrufen wurde jede(r) dieser Heiligen kurz vorgestellt, ein Bild wurde auf ein mit Kerzen und Blumen geschmücktes Tuch gestellt (siehe Foto).

Heiliger Damian de Veuster, bitte für uns. 
Heiliger Laurentius, bitte für uns. 
Heiliger Martin, bitte für uns. 
Heilige Elisabeth, bitte für uns. 
Heiliger Vinzenz, bitte für uns. 
Heiliger Maximilian Kolbe, bitte für uns.

Text zum Nachdenken (aus der Zeitschrift der Bio Bauern):
Quatembergebet © Gebet im Karner - Pfarre St. Othmar in MödlingIch war hungrig, und ihr habt meine Nahrungsmittel eurem Vieh gefüttert.
Ich war hungrig, und eure Konzerne pflanzten auf meinen besten Böden eure Wintertomaten.
Ich war hungrig, aber wo Reis für meine tägliche Mahlzeit wachsen könnte, wird Tee für euch angebaut.
Ich war hungrig, aber die Abwässer eurer Fabriken vergiften die Fischgründe der Erde.
Ich war hungrig, aber mit eurem Geld habt ihr mir die Nahrungsmittel weggekauft.
Ich war hungrig, aber für eure Schlemmer werden exotische Früchte auf meinem Land angebaut.
Quatembergebet © Gebet im Karner - Pfarre St. Othmar in MödlingWovor fürchtet ihr euch denn?
Vor dem Verzicht auf überflüssige oder schädliche Genüsse?
Vor dem Umdenken in andere Bahnen?
Vor der Macht der Politiker in der EU?
Vor der Arbeit, die mit vermehrter Selbstversorgung verbunden ist?
Vor dem schiefen Blick eurer Nachbarn?
Wovor fürchtet ihr euch?
Ich war hungrig, aber ihr habt mir nicht zu essen gegeben.

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17. Juni 2006  

Hommage an  
Franz M. Rinner

Hommage a Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar

Zur Biographie von Franz M. Rinner © Kunst im Karner - St. Othmar
zur Selbstbiographie

Karlheinz Pilcz: 
(Mödlinger Schriftsteller und Künstler)
machte den Anfang und erzählte, wie er 1976 Franz Rinner kennen gelernt hatte. Er fragte ihn, ob er in seiner Literaturzeitschrift "Obdach" ein Bild von ihm veröffentlichen dürfe. Ende 1976 erschien dann die erste Ausgabe, die im Schrannenbeisl präsentiert wurde. Es entwickelte sich daraus eine enge Freundschaft, der Treffpunkt war der Stammtisch im Mautswirtshaus. "Franz liebte es eine kulturelle Fehlmeldung nach der anderen loszujagen" und Karlheinz Pilcz weiter "er blödelte gerne und war für jeden Ulk zu haben, so er geistreich war."

Roland Burger:
(Bibliothekar bei der Stadt Wien)
Beim Buch "Ausgelöscht - vom Leben der Juden in Mödling" werde ich zwar wegen der alphabetischen Reihenfolge als erster Autor genannt, fest steht jedoch, dass beide anderen Co-Autoren für dieses Buch viel mehr getan haben als ich. 
Kennengelernt habe ich Franz zuerst als Nachhilfeschüler, dann habe ich ihn viel später in Wien in der Bibliothek getroffen. Wir haben mit einandern an mehreren Büchern gearbeitet, als Franz mit der NÖ-Bibliothek nach St. Pölten übersiedelte riss der Kontakt ein wenig ab. (Franz Rinner: Man kann zwar eine Hauptstadt verlegen aber kein kulturelles Zentrum).
Vor 3 Jahren haben wir die Broschüre für das  Treffen der ausgewanderten jüdischen Mödlinger gemeinsam vorbereitet, dass er samt der Erneuerung des Denkmals bei der Mödlinger Synagoge selbst leider nicht mehr erlebte.

Julian Loibl
sorgte mit seinem Saxophonspiel für eine ausgezeichnete musikalische Umrahmung der einzelnen Vorträge und Lesungen. Zu Beginn ein Stück von Coltrane, dann von Mingus und weiters eigene Improvisationen, die an Jan Gabarek erinnerten. 

Kunst im Karner und die Stadtgemeinde Mödling luden  zur Erinnerung an den 2003 verstorbenen Mödlinger Schriftsteller Franz M. Rinner zur Nachmittags-Soiree in den Karner und fast alle alten Freunde von Franz waren gekommen um über ihn zu erzählen:
v.l.n.r.: Karlheinz Pilcz, Ludwig Matzner & Roland Burger © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
Publikum im Karner © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
Julian Loibl © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
 
Ludwig Matzner

(ein uralter Freund) erzählte dem Publikum, wo und wann die schreibende Vergangenheit von Franz Rinner angefangen hat: In der Schule, wo er mit Franz nebeneinander in der ersten Reihe gesessen ist. Etwas später hatte Franz dann die Zeitschrift "Zündholz" gegründet, das Sprachrohr der damaligen Jugend von St. Othmar. Franz war also bereits in jungen Jahren "Chefredakteur. Ludwig Matzner las 3 Stellen aus der Zeitschrift "Obdach" und aus einem zurückgezogenen Buch vor.
 
Franz Reinhardt Strobl
(Professor an der Akademie f. bild. Künste)
erzählte den Zuhörern über die Entstehung des Buches "Ausgelöscht" und meinte, dass er selbst nicht der große Literat war, sondern für die künstlerische Gestaltung und der Beiträge gesorgt hat sowie zwischen anderen vermittelt hatte.
Nach 3 Woche war das "Ausgelöscht" ausverkauft. Heute gibt es fast keine wissenschaftliche Arbeit über jüdische Geschichte, wo "Ausgelöscht" nicht im Literaturverzeichnis vorkommt.
Geplant und in Vorbereitung war "Ausgelöscht II" mit umfangreichen Recherchen von ausgewanderten Juden.

Georg Bydlinski
(Literat und Schriftsteller)
lernte Franz Rinner im Frühjahr 1977 bei der Zeitschrift "Obdach" kennen, auch beim Fußballclub ASV Hinterbrühl und dann selbstverständlich bei der Edition Umbruch. "Auffällig war, dass er gegenüber anderen Schriftstellern immer sehr respektvoll und nie neidig reagierte. Interessant auch, dass Franz Rinner Lyrik unter dem Pseudonym "Bach" herausgab, um vielleicht weiter vorne im Alphabet zu sein." 
"Die Knappheit des Ausdruck bei Gedichten war uns beiden sehr wichtig und ist und bleibt bezeichnend für unsere Gedichte" meinte Georg Bydlinski abschließend.

Wolfgang Kos
(Direktor des hist. Museums der Stadt Wien)
berichtete von der gemeinsamen Arbeit in der "Edition Umbruch" und dass er bei Franz gelernt hätte, was es heißt einen Verlag aufzubauen. Die gemeinsame Liebe zum "Süden" und zu Triest, wo Franz viele Kurz- und Schreib-Urlaube verbrachte hat sie intensiv verbunden. Franz hat in seinen Werken Mödling nicht als liebliche Kleinstadt verkitscht sondern aus einer kritischen ja "frechen" Haltung heraus seine Geschichten und Bücher geschrieben.

v.l.n.r.: Karlheinz Pilcz, Ludwig Matzner & Roland Burger © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
v.l.n.r.: Sohn Philipp Rinner, Mutter Rosa Rinner & Witwe Ilse Rinner © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
Publikum im Karner © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
v.l.n.r.: Karlheinz Pilcz, Georg Bydlinski & Franz Reinhardt Strobl © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
Publikum im Karner © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
v.l.n.r.: Hans Stefan Hintner & Wolfgang Kos © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
Feierlicher Höhepunkt und Abschluss der Soiree war dann die feierliche Überreichung der posthumen Verleihung des Ehrenzeichens für Kunst und Kultur der Stadt Mödling durch Bürgermeister

Hans Stefan Hintner,
der ebenfalls über seine persönliche gute Bekanntschaft mit Franz Rinner erzählte. Er erinnerte sich richtig, wenn er meinte Franz wäre zu dieser Ehrung wahrscheinlich in einem popigen T-Shirt erschienen und hätte nach all den Ehrungen vielleicht gemeint "Danke für eure Würdigung, aber so toll war ich auch wieder nicht". Zur Zeit knapp vor seiner Wahl zum Bürgermeister war er, Hans Stefan  Hintner, mit Franz Rinner mehrmals zusammengekommen um über eine revolutionäre neue Kulturpolitik in Mödling zu diskutieren. Franz starb aber dann wenige Wochen nach dem Bürgermeisterwechsel in Mödling

"Das Ehrenzeichen für die Verdienste um Kunst und Kultur der Stadtgemeinde Mödling" nahm in Anwesenheit der Witwe Ilse, Sohn Philipp und Mutter Rosa Rinner der ältere Bruder Hubert von Bürgermeister der Stadt Mödling Hans Stefan Hintner entgegen. 

Hubert Rinner hat das gesamte Werk seines Bruders durchrecherchiert und auf zwei Zeittafeln aufbereitet. 
 
Auf der Zeittafel 1 sind alle Lesungen in und außerhalb Mödlings genauso angeführt wie auch seine Unterstützer.
 
Auf der Zeittafel 2 sind alle Werke und Künstler angeführt mit denen Franz Rinner zusammengearbeitet hat.

v.l.n.r.: Hans Stefan Hintner & Bruder Hubert Rinner © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
Bruder Hubert Rinner © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
v.l.n.r.: Hans Stefan Hintner & Bruder Hubert Rinner © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
Hubert Rinner erklärt die Zeittafeln © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar

Zeittafel 1 als PDF zum Anschauen öffnen © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar Zeittafel 2 als PDF zum Anschauen öffnen © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar

zum Lesen der Zeittafeln als PDF bitte auf das Bild klicken

 
Vor dem Karner gab es dann noch ein Buffet und einen Büchermarkt der Werke von Franz M. Rinner und Trommelbegleitung mit Nicolas von  Jeney und Christoph Strieder.
Das bereits lange vergriffene Buch "Ausgelöscht - vom Leben der Juden in Mödling" gab es für jeden Besucher gratis als CD zum selbst Ausdrucken und Lesen am PC.

Diese CD entstand im Jänner 2003, die ersten Exemplare hat Franz als allererster von mir zur Verteilung bekommen.
Wer sie auch haben will, oder - besser - das Buch Ausgelöscht endlich lesen will, meldet sich per Email bei Hubert Rinner.

So angebracht die etwas verspätete Würdigung von Franz Rinner durch die Stadt Mödling auch ist, stelle ich mir mit vielen anderen Besuchern, die Franz auch gut gekannt haben, die Frage:
"Wäre ihm diese Ehrung recht gewesen?"
Vermutlich nein, aber er hat es trotzdem verdient.

(Mitschrift & Fotos Gerhard Metz)

 
Franz-Rinner-Links im Web
hier...
 

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Sohn Philipp Rinner beim Bücherstand © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
v.l.n.r.: Hubert Rinner, Hans Stefan Hintner, Ilse Rinner, Pfarrer Klaus Heine & Harald Lowatschek © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. OthmarCD Cover "Ausgelöscht" © Hommage a Franz M. Rinner - Kunst im Karner - St. Othmar
18. Juni 2006

Klaus Heine:
"Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit"

Dieses Kruzifix wurde in St. Othmar über Jahrhunderte besonders verehrt, 1773 wurde sogar an der Nordwand der Kirche, gegenüber des Haupteinganges für dieses Kreuz eine Kapelle gebaut, die auch als heiliges Grab diente. 1862 ließ Constantin Ritter von Pawlikovsky die Kreuzkapelle renovieren (siehe auch Kreuzweg und Votivaltar). 1904 musste sie wegen Baufälligkeit abgerissen werden. 1933 wurde das Kreuz zum Missionskreuz geweiht und 1934 bei der Fronleichnamsprozession mitgetragen (6 Männer; die Tragstangen und Befestigungen dafür sind noch vorhanden). Aus dieser Zeit dürfte auch die letzte, sichtbare Fassung (farbige Gestaltung) stammen.  © Pfarre St. Othmar in Mödling

Klaus Heine: "Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit" © Kunst im Karner - St. Othmar

Vortrags-Text kommt hier in kürze!
Klaus Heine: "Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit" - Begrüssung durch Doris Frass © Kunst im Karner - St. Othmar Klaus Heine: "Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit" © Kunst im Karner - St. Othmar
Klaus Heine: "Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit" - Pfarrer Klaus Heine im Gespräch mit Pfarrer Richard Posch © Kunst im Karner - St. Othmar Klaus Heine: "Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit" © Kunst im Karner - St. Othmar
Klaus Heine: "Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit" © Kunst im Karner - St. Othmar Klaus Heine: "Tod am Kreuz - Torheit oder Gottesweisheit" © Kunst im Karner - St. Othmar

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23. Juni 2006

Arnold Mettnitzer:
"Mensch unterm Kreuz- das ewige Thema"

Therapeutische Qualität biblischer Themen "Gestorben für unsere Sünden" 
Kreuzerfahrung als Sprungbrett für Neues (Hofmeister) 
Bergpredigt: Zerbrich die Spirale der Gewalt Leben, statt lebendig begraben zu sein 
Christa Reinig: Die Prüfung des Lächlers

Arnold Mettnitzer "Menschen unterm Kreuz - das ewige Thema" © Kunst im Karner - St. Othmar

Dr. Arnold Mettnitzer geb. 1952 in Gmünd/Kärnten Studium der Theologie in Wien und Rom.

1986 - 1992 Rektor des Bildungshauses St. Georgen am Längsee 
1986 - 1993 zugleich Diözesanjugendseelsorger in Kärnten 
1992 - 2001 Pfarrer von Klein St. Paul in Kärnten

Seit 1991 Lehranalyse bei Erwin Ringel und Ausbildung zum Psychotherapeuten (IP) in Wien 
Seit 1996 Psychotherapeut in freier Praxis in Wien

Mitglied im Vorstand des österreichischen Vereins für Individualpsychologie 
Freier Mitarbeiter des ORF Stellvertretender
Vorsitzender des ORF-Publikumsrates 
Vorträge im In- und Ausland zu Fragen von Lebensqualität und seelischer Gesundheit

Quelle:
www.mettnitzer.at

Prof. Adolf Frohner konnte leider nicht wie angekündigt nach Mödling kommen, er sagte kurzfristig ab, da ein Unwetter Schaden an seinem Haus in der Wachau angerichtet hat. Mit einem Augenzwinkern gab er auch zu, dass er die Zuhörerschaft, die zum Vortrag eines katholischen Gesitlichen gekommen war, nicht mit seinen ketzerischen Ansichten belästigen oder gar vertreiben wolle, da seine Kunst nicht religiös zu verstehen sei.
Arnold Mettnitzer "Menschen unterm Kreuz - das ewige Thema" © Kunst im Karner - St. OthmarWiewohl das Thema am Karfreitag dieses Jahres zustande gekommen ist, möchte A. Mettnitzer nicht isoliert von Kreuz und Tod sprechen, da im christlichen Glauben der Karfreitag ja nur im Zusammenhang mit dem Ostersonntag, der Tod nur mit der Auferstehung gesehen werden kann. 
In sehr persönlichen Worten schildert Mettnitzer Erlebnisse mit seinem Lehranalytiker Erwin Ringel, den er schließlich auch auf seinem letzten Weg von Kärnten nach Wien begleiten darf. Erwin Ringel, der immer gefunden hat, dass im Christentum das Leid und Kreuz eine zu dominante Stellung innehat, fand Platz in der neu gestalteten Aufbahrungshalle in Spittal, die von einer großen und sehr lebendig gestalteten Auferstehungsszene geprägt ist, ganz seinem Wunsch entsprechend. 
Arnold Mettnitzer "Menschen unterm Kreuz - das ewige Thema" © Kunst im Karner - St. OthmarIn einem Exkurs in die Frühzeit des Christentums deckt Mettnitzer auf, dass bis ins 4. Jahrhundert Sonnen- und Lebenssymbole wie z.B. das bunte Rad des Pfaus für die junge Auferstehungsreligion charakteristisch waren, erst seit Konstantin trat das Kreuz in den Vordergrund und prägte dann im 19. und 20. Jahrhundert vor allem die Grabdenkmäler. 
Mettnitzer plädiert für ein Umdenken und auch Loslösen von dieser alten Tradition, die so ganz im Widerspruch zum Auferstehungsglauben steht. Er erzählt vom Tod seines Bruders und von der neuen Grabstätte, mit der er dessen letzten Wunsch erfüllt: zwei große Natursteine, hinter denen drei Bronzeähren emporstreben. Anfänglich mit viel Skepsis und Ablehnung betrachtet wird dieses Grabdenkmal zu einem Anziehungspunkt auf dem kleinen ländlichen Friedhof in Kärnten und findet bald Nachahmung. Immer neue Interpretationen für die ungewöhnliche Darstellung werden gefunden, Bibelzitate plötzlich mit Leben erfüllt. Mettnitzer bringt noch andere Beispiele neuer christlicher Kunst, die seiner Glaubensauffassung besser entsprechen als althergebrachte Kreuzigungsdarstellungen. 

„sprungbrett“

aufs kreuz legen
mundtot machen
und festnageln
sollten sie
ihn

und dazuschreiben
dass das
nicht persönlich
gemeint
ist
und sie
ihre hände
waschen
in unschuld

er
aber
lässt sich
nicht aufs kreuz legen

er
aber
lässt sich
den mund nicht verbieten

er
aber
lässt sich
nicht festnageln

er
geht
seinen weg.

Werner Hofmeister gestaltete das Kreuz, dessen Gekreuzigter einfach nach oben verschoben ist: Absprung in ein neues Leben.  © www.mettnitzer.at

Arnold Mettnitzer "Menschen unterm Kreuz - das ewige Thema" © Kunst im Karner - St. OthmarDer mit ihm befreundete Künstler Werner Hofmeister gestaltete z.B. ein Kreuz, dessen Gekreuzigter einfach nach oben verschoben ist, sodass nur mehr die Zehenspitzen den obersten Teil des Längsholzes berühren. Nun wirken die erhobenen Arme der ganz konventionellen Christusdarstellung wie die eines Turmspringers kurz vor dem Absprung in ein neues Leben. Eine 7m hohe Ausführung dieses Entwurfs befindet sich seit Graz 2003 am Fuß des dortigen Kalvarienberges. Dazu gibt es auch ein Gedicht von A. Mettnitzer auf seiner Homepage hier...

 Arnold Mettnitzer "Menschen unterm Kreuz - das ewige Thema" © Kunst im Karner - St. OthmarNoch einige Hinweise für gute und weniger gute Beispiele folgen in loser Assoziationsfolge, immer in einer dichten, aber nicht gespannten Atmosphäre reihen sich Gedanken und Querverweise zu protestantischer und katholischer Sichtweise aneinander um schließlich in einem Gedicht über das Lächeln zu kulminieren. Ein Lächeln, das sich durch nichts auslöschen lässt, selbst wenn die Peiniger die Lippen wegschneiden. Für Mettnitzer ist das genau das Geheimnis des Kreuzestodes Christi, dieser unbeirrbare Weg des unentwegten Lächelns, das nichts mit Zynismus oder Naivität zu tun hat, sondern nur mit grenzenloser Liebe und Hingabe und so den ewigen Kreislauf der Gewalt durchbrechen kann. 

Arnold Mettnitzer "Menschen unterm Kreuz - das ewige Thema" © Kunst im Karner - St. OthmarEs schließt sich eine intensive Diskussion mit interessanten Sichtweisen speziell zum Thema "Kreuz" an bis Arnold Mettnitzer schließlich zum nächsten Termin eilen muss.

(Text Doris Frass,  Fotos Gerhard Metz)

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24. Juni 2006

Finissage

Viele Besucher der Vorabendmesse und des "Fest der Treue" nutzten die Gelegenheit die Ausstellung KREUZigungen mit den Werken von Adolf Frohner am letzten Tag der Ausstellung im Karner anzusehen

Bilder von der Finissage Kunst-im-Karner KREUZigungen

Finissage der Ausstellung KREUZigungen © Kunst im Karner - St. Othmar Finissage der Ausstellung KREUZigungen - Nicolas von Jeney & Christoph Strieder trommelten © Kunst im Karner - St. Othmar
Finissage der Ausstellung KREUZigungen © Kunst im Karner - St. Othmar Finissage der Ausstellung KREUZigungen © Kunst im Karner - St. Othmar
Finissage der Ausstellung KREUZigungen © Kunst im Karner - St. Othmar Finissage der Ausstellung KREUZigungen © Kunst im Karner - St. Othmar
Finissage der Ausstellung KREUZigungen © Kunst im Karner - St. Othmar Finissage der Ausstellung KREUZigungen © Kunst im Karner - St. Othmar

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