Kunst im Karner - 9.-24. Juni 2007 - Maler & Medienkünstler
Johannes Deutsch - EVOLUTION und/oder SCHÖPFUNG ?

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Johannes Deutsch

Biographie und  Ausstellungen & Projekte:

Vision Mahler
VISION MAHLER Artist’s Edition
Der unsichtbare Garten - im Stift Admont

Johannes Deutsch
Johannes Deutsch
Johannes Deutsch, Jahrgang 1960, benötigt für seine Bildbearbeitung gewaltige Rechnerkapazitäten: Gefördert von der IBM, experimentiert Deutsch mit der Grafiksoftware Wavefront, verbindet Komponenten der Malerei und der Fotografie. Nach dem Studium an der Fachhochschule für Grafik in Linz betreute er als Kustos das Sigmund Freud-Museum in Wien, bevor er zwischen 1990 und 1992 an der Städelschule in Frankfurt am Main am Institut für Neue Medien arbeitete. Seine Arbeiten haben für die Computer-Kunstwelt lange schon Kultstatus. Aus den Experimenten sind Bilder geworden, die in den wichtigen Sammlungen vertreten sind.
 Seit 1989 hatte er zahlreiche Einzel-und Gruppenausstellungen in Museen und Galerien in Europa, u.a. Museum mod. Kunst, Stiftung Ludwig, Wien; Museum für zeitgenössische . Kunst, Zagreb, Rijeka, Ljubljana; Kunstmuseum Bonn; Frankfurter Kunstverein; Kunsthalle Krems; Museum Ludwig, Köln; Ars Electronica Festival 2002, Linz; 2004 Gestaltung des Bühnenbildes für Wagners „Rheingold“, Bruckner Festival Linz

Mehr Informationen über Johannes Deutsch und sein Schaffen auf
www.johannes-deutsch.at

Gattina, meine Astronautin, 120 x 150 cm, Öl auf Leinwand, 1987 © Johannes Deutsch

Boot_BootGemälde_roteHäuser, 125 x 60 cm, Computer via Thermotransferdruck auf Papier, Bildsequenz aus dem Zyklus: "Symbiose zwischen Film und Malerei", 1990 - 1992 © Johannes Deutsch

Italo_II_black-cyan-yellow-magenta_3 bei Tag, 150 x 170 x 80 cm, Acryltinte auf 4 Acrylgläsern in Schaukasten, 1996 © Johannes Deutsch

WDBox2_DSC2832, Wand und - Deckenbox 2 Raumgesicht, 60 x 70 cm, Öl auf Leinwand, 2001 © Johannes Deutsch

Einzelausstellungen:
1988 Galerie Stubenbastei, Wien
1989 Forum Stadtpark, Graz "Der konstruierte Inhalt" (Kat.)
Österreichische Gesellschaft für Marketing, Wien
1990 Galerie Fészek, Budapest "Positionen VI" (mit K. Borbás) (Kat.)
1991 Kunstverein Paradigma, Linz
Galerie Rytmogram, Bad Ischl "Storyboard: Symbiose zwischen Film und Malerei"
Galerie Stubenbastei, Wien "Farbe: zur Deutung des Inhalts" (Kat.)
Galerie der Stadt Wels, Wels (mit K. Borbás)
Österreichisches Kulturinstitut, Rom
 
1992 Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz "Computerbildsequenzen" (Kat.)
Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien "Symbiose zwischen Film und Malerei" (Kat.)
Galerie Holzer, Villach "Bilder 1990-1991"
Galerie Ribbentrop, Eltville/Rhein "Computerbildsequenzen"
1993 Galerie MAERZ, Linz "Objekt-Raum-Bildbeziehung" (Kat.)
1994 Galerie Schüppenhauer, Köln "Wenn die Phantasie zur Wirklichkeit wird...Computerbilder"
Städtisches Kunstmuseum, Ljubljana, Obalne Galerije, Piran "Auf dem Weg zur Vorstellung, vor dem Hintergrund der Wirklichkeit" (Kat.)
Galerie Figl, Linz "Malerei und Computerbilder"
Galerie Ribbentrop, Eltville/Rhein
1995 Museum für zeitgenössische Kunst, Zagreb, Museum Moderner Kunst, Rijeka "Auf dem Weg zur Vorstellung, vor dem Hintergrund der Wirklichkeit" (Kat.)
Galerie Chobot, Wien "Blickfelder des Lichts" (Kat.)
1996 Philips Galerie, Wien "Das leere Licht"
Kunsthalle Wien, Schau Fenster, Wien "Farbschichtenabhandlung" (Kat.)
1997 Schafschetzy Studio, Graz "Computerbilder und Raumschichtenbilder"
Galerie Pollhammer, Steyr "Computerbilder"
Nordico Museum der Stadt Linz, Linz "Das Gesicht mit dem Linzlicht"
Galerie Figl, Linz "Das leere Licht"
Galerie im Stifterhaus, Linz "Aus dem Zentrum der Verflechtung" (Kat.)
1998 Tiroler Landesmuseum, Innsbruck, Kunstmuseum Bonn, Bonn,
Frankfurter Kunstverein, Frankfurt, Kunsthalle Krems, Krems "Aus dem Zentrum der Verflechtung" (Kat., CD-ROM)
Galerie Holzer, Galerie Unart, Villach
Galerie Schüppenhauer, Köln "Das imaginäre Konzert"
Galerie Chobot, Wien "Aus dem Zentrum der Verflechtung II"
2000 Th. K. Lang Gallery, Webster University, Wien "Verdichtungen"
Künstlerhaus, Wien "Paarlauf der finsteren Trichter" (Kat.)
Galerie Schüppenhauer, Köln "Raumbildfotos"
2001 Sammlung Morgenbesser, Wien "Raumbilder"
2001 Sammlung Morgenbesser, Wien, "Raumbilder"
2002 Galerie Schüppenhauer, Köln, "Computerbilder 1989-2002" (Kat.)
2003 NORDICO-Museum der Stadt Linz, Galerie MAERZ, Linz, Ars Electronica Center,
Linz, Städtisches Kunstmuseum, Ljubljana, "Computerbilder 1989-2002" (Kat.)
Galerie Schafschetzy, Graz, "Bildräume"

Gattina_Gemälde, 150 x 60 cm, Computer via Thermotransferdruck auf Papier, Bildsequenz aus dem Zyklus: "Symbiose zwischen Film und Malerei", 1990 - 1992, Die Arbeit mit Computer ermöglichte die Zusammenführung  verschiedener Erscheinungsformen von Bildern wie Foto, Malerei,  Video, Zeichnung oder Skulptur © Johannes Deutsch

Projekte
1987-89 "Symbiose zwischen Film und Malerei"
Entwicklung des Storyboards und des Drehbuches eines computerunterstüzten Videos, Herstellung der für das Video nötigen `Rohbilder´: Fotos, Ölbilder, Skulpturen und Schablonen (gefördert durch BMfUK und Stadt Wien)
1990-92 "Symbiose zwischen Film und Malerei"
Produktion des computerunterstützten Videos (Dauer 23:30 min) am Städelschule-Institut für Neue Medien in Frankfurt (gefördert durch BMfUK, Stadt Wien und Auslandsstipendium d. OÖ. Landeskulturbeirates)
1995-97 "Aus dem Zentrum der Verflechtung"
Werkgruppe, Buch-, CD-ROM und Ausstellungsprojekt zur Untersuchung der Transformation der Medien der bildenden Kunst in die Neuen Medien, systematischer Versuch medienübergreifender Kunstproduktion, Ausstellung zur Instrumentierung eines Bildorchesters
1999-01 Konzept eines begehbaren Computerraumbildes, CWD - Computerwand- und Deckenbild (Prototypen als transluzente Acrylglasobjekte)
2000-01 Restaurierung und Neuorganisation meines digitalen Bildarchivs, zwei Demovideos und Symposionsbeitrag für Ars Electronica 2001 (gemeinsam mit Elmar Schmidinger)
2001-02 Drehbuch und Produktion des Virtual Reality - CAVE Werkes Gesichtsraum für das Ars Electronica Festival 2002 in Linz (Produktion mit AEC - Future Lab, Linz)

"Vision Mahler" Artist´s Edition - © Johannes Deutsch & Arthaus Musik

 

Vision Mahler

Die Grundlagen seiner Arbeit sind die klassischen Medien Malerei und Fotografie, die jedoch durch seine künstlerische Bearbeitung via Computer ganz neue Dimensionen erfahren haben. Ästhetische Entscheidungen für seine Computer-Collagen trifft er in einer Art „medialer“ Kreativität in engem Zusammenhang mit den technischen Möglichkeiten. Johannes Deutsch begann bereits Ende der 80er Jahre mit der Entwicklung einer computerunterstützten Technik, um diese, seinem Werk eigene Symbiose zwischen Malerei, Fotografie und Film, Raum und Farbe herzustellen, die er kontinuierlich bis heute verfeinert und um weitere Dimensionen erweitert hat. Das Ergebnis der neuen Entwicklungen ist „Vision Mahler“.
In dieser Visualisierung von Gustav Mahlers 2. Symphonie kommen interaktiv zwei Interpretationen zusammen – die musikalische und die visuelle. Die in Comuterprogrammen festgelegten Vorgänge einer virtuellen Welt werden hier durch das Spiel des Orchesters ausgelöst. Der Zuhörer wird gleichzeitig zum Zuschauer einer zweiten visuellen Interpretation. Alles, was in der Komposition Mahlers angelegt ist, wird durch die zusätzliche visuelle Ebene noch einmal verstärkt: die Emotionen, die Dynamik, die Kraft der Musik, die Suggestionen. Die Ruhe wird noch ruhiger, die Helligkeit noch heller, die Finsternis noch finsterer.

"Vision Mahler" Artist´s Edition - © Johannes Deutsch & Arthaus Musik

Bericht von der Aufführung des Films bei Kunst im Karner am 10.6.2007 hier...

Link zum Videoclip der DVD auf der Webseite von Johannes Deutsch hier... (3,65MB)

Präsentation von VISION MAHLER Artist’s Edition – Johannes Deutsch in Zusammenarbeit mit dem Ars Electroncia Futurelab im Museum der Moderne Mönchsberg, Auditorium. Salzburg am Do, 05.04.07, 11.00 Uhr

Mit Vision Mahler auf DVD präsentiert ARTHAUS MUSIK ein richtungweisendes Gesamtkunstwerk, das der Westdeutsche Rundfunk als Festkonzert in der Kölner Philharmonie zum Auftakt seines 50-jährigen Jubiläums für den 1. 1. 2006 in Auftrag gab. Die DVD beinhaltet die Artist´s Edition der Live-Visualisierung der II. Sinfonie Mahlers von Johannes Deutsch und dem Ars Electronica Futurelab, die Audio-CD des WSO unter Semyon Bychkov und das "Making of" des Festkonzertes. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab Linz / Produktion: WDR, First Entertainment, WDR mediagroup / und mit der Unterstützung von ARTHAUS MUSIK statt. Im Auditorium des Museum der Moderne Mönchsberg wird bis Ostermontag, 09.04. 07 während der Museumsöffnungszeiten sowohl Gustav Mahlers 2. Sinfonie zu sehen und hören sein - Ebenso sind hier die für die DVD Produktion von Johannes Deutsch gefertigten Skizzen, Entwürfe und Modelle ausgestellt. 

Der "Unischtbare Garten" © Johannes Deutsch

Mehr Information hier...

Der unsichtbare Garten - Eine Hör-, Riech- und Tastinvasion
ab 1. Mai 2007 im Stift Admont
Johannes Deutsch

Frage: Entsteht durch die mentale Verarbeitung Ihrer Sinneseindrücke und Wahrnehmungen eine realitätsnahe oder eine phantasienahe Welt? Gehen Sie mit verbundenen Augen durch einen unsichtbaren Garten!
 
Um unser „Weltbild“ zu erlangen, durchlaufen wir komplexe und oft nicht selbstverständliche Prozesse der Wahrnehmung, der Sinnes- und Wissensverarbeitung. Das gilt für unsere realen und die virtuellen Welten. Der Medienkünstler Johannes Deutsch hat in Kooperation mit dem Stiftsgärtner Karl Amon ein außergewöhnliches „Made for Admont“-Kunstobjekt geschaffen: Ein Museumsgartenobjekt, das sich als Tast-, Riech- und Hörinvasion versteht. Dabei handelt es sich nicht um einen Garten für blinde Menschen, sondern vielmehr um einen, in welchem blinde Menschen für sehende Menschen neue Sinneserfahrungen einbringen können und in welchem sehende Menschen mit blinden Menschen in einen Erfahrungsaustausch treten können. Zu diesem Zweck verbindet sich jeder BesucherIn vor Betreten des Gartens die Augen und nimmt die Expertenführung einer blinden FührerIn durch den Garten in Anspruch.

Der Garten ist dem Modell der Interaktion und Immersion in einer virtuellen Welt nachkonzipiert und erschließt sich folglich erst durch die gezielte Navigation. Dieser besondere Garten grenzt an den Kräutergarten an. Nach außen hin wird er von einer dickichtartigen Einfassung aus Fichten blickdicht und hermetisch abgeschlossen. In seinem Inneren erschließen sich außervisuellen (Fühlen, Riechen etc.) Sinnen über einen Weg begehbar verschiedene Jungbäume aus der Region nach haptischen, olfaktorischen und akustischen Kriterien ausgewählt und eingepflanzt.

Unsere Hände (wie auch unser Gehör und unser Geruchssinn) werden zum „Datenhandschuh“ und Navigator durch diese Immersion der natürlichen und jetzt doch ungewöhnlichen Wahrnehmungswelt. Unsere blinden Museums- und KunstführerInnen sind in der Navigation durch dieses widerstrebende Dickicht geübter. Im Erfahrungsaustausch helfen sie uns bei der Erschließung dieser Welt. Sie entfachen aber auch bewusstseinserweiternd unsere Aufmerksamkeit für spezifisch plastische, taktile und olfaktorische Qualitäten des Museumsgartens.
 
Der Garten wird am 1. Mai 2007 eröffnet und bleibt danach einige Jahre bestehen. Da es sich um lebendes Material handelt, kann nicht exakt vorausgesagt werden, wie die Pflanzen am Anfang auf das einpflanzen reagieren und wie sie sich im Laufe der Zeit verändern.

 

 

Mehr Informationen über Johannes Deutsch und sein Schaffen auf www.johannes-deutsch.at
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