kontakt23 - Die ökumenische
Quartalszeitschrift der Pfarren des 23. Bezirks
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Letztes Update:
22-04-2011 / Mit
der Ausgabe 02/2007 erscheint der kontakt23 in einer neugestalteten Version
im Internet: Dies ist ein Versuch
den kontakt23
chronologisch beginnend ab Mai 2007 im Internet aufzubereiten,
dass auch ältere Ausgaben leicht wiedergefunden und gelesen
werden können.
Die älteren
Ausgaben findet man hier auf dieser Seite weiter unten: Ausgabe
02/2007, 03/2007,
04/2007, 01/2008,
02/2008, 03/2008,
04/2008, 01/2009,
02/2009,
03/2009, 04/2009,
01/2010, 02/2010,
03/2010, 04/2010,
01/2011
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| Aktuelle
Ausgabe: |
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kontakt23
02/2011
[September 2011]
Wir feiern
heut' ein
Fest...
zum
Inhaltsverzeichnis,
zum Lesen hier...
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hier...
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aus der
Redaktion
Ausgabe 02/2011 im
September 2011:
Abschieds- und andere Feiern
Es
war wieder eine recht interessante
Kurve, über die wir in der Redaktionssitzung
auf unser Thema gekommen sind:
Start war das schreckliche Wort „Spaßgesellschaft“,
dann ging es über „Event-
Kultur“ hin zum „Feste feiern“ – das hat
uns Freude (nicht Spaß) gemacht!
Ich erinnere mich da an ein
Weihnachten... Das war dieses
Geburtstagsfest, an dem...
Kennen Sie das? Plötzlich fällt
jedem etwas ein zu diesem Thema, denn
ohne Feste und Feiern wäre unser Leben
– ja, wie wohl? Grau in grau, triste,
eintönig, öde, leer.
Wir feiern uns durch das Jahr – vom
Fasching über Ostern, Erntedank bis
Nikolo, Weihnachten bis hin zu Silvester,
dazwischen individuell Geburts- und
Namenstag.
Wir feiern uns durchs Leben, von Taufe
über Schuleintritt, Erstkommunion und
Firmung, Schulabschluss und Hochzeit,
Jubiläen aller Art, Pensionseintritt bis
Begräbnis.
Hoppala – Begräbnis – sind Sie über
dieses Wort gestolpert? Das war aber
kein Schreib- oder Denkfehler meinerseits,
sondern sehr bewusst gesetzt.
Aufmerksame Leserinnen und Leser meiner
Kolumne werden sich an die letzte
Ausgabe erinnern, in der ich das Pflegeheim
St. Barbara lobend erwähnt habe.
Es ging dabei um meine Mutter, die im
Jänner dort eingezogen war.
Nun, am Pfingstsonntag hat sie ihr
Lebensziel erreicht und ist
heimgegangen ins Reich des liebenden
Vaters.
Sie hat es sich so sehr gewünscht! Also
haben wir dem Rechnung getragen und
keine Trauerfeier, sondern ein Abschiedsfest
veranstaltet: Sie hat eine große
Reise angetreten, von der sie zwar
nicht mehr zurückkommen wird, aber die
wir alle früher oder später auch
antreten werden.
Und es wurde ein großartiges Fest! Alle hatten sich festlich
gekleidet. Alle hatten Blumen in den Händen (es gab auf Wunsch
meiner Mutter keine Kränze). Natürlich gab es wunderschöne
Musik, und wir haben versucht, der Freude Vorrang vor der
Trauer zu geben. Freude darüber,
dass es sie gegeben hat, und Freude darüber, dass sie ihr Ziel
erreicht hat.
In unserer Familie heißt es immer: Jeder Anlass ist uns recht,
Hauptsache es wird gefeiert! Ich habe versucht, die
Hauptkriterien einer solchen Feier herauszufiltern:
– Freude am Vorbereiten
– festliches ‚Outfit‘
– liebe Menschen treffen
– gutes Essen und Trinken
– Musik (selber singen?!)
– gute Gespräche
– kreative Gestaltungselemente
Wenn dann alles zusammenpasst, ist das eine Labsal für Leib
und Seele.
All diese Kriterien treffen übrigens auch für kirchliche Feste
zu, egal ob Gottesdienste oder andere Feiern in der
Pfarrgemeinde. Ich musste immer lächeln, wenn meine
Enkelkinder, als sie noch klein waren, ihre “schönen“ Schuhe
immer als „Kirchenschuhe“ betitelten. Ja, wir ziehen uns am
Sonntag festlich an, treffen auf dem Weg zur Kirche bereits
nette, gleichgesinnte Menschen, begehen die Feier in Wort und
Gesang mit, erfreuen uns anschließend an Gesprächen mit
anderen und gehen beglückt nach Hause.
Bei Kindergottesdiensten wird oft am Beginn gesungen: „Wir
feiern heut ein Fest und kommen hier zusammen! Wir feiern heut
ein Fest, weil Gott uns alle liebt. Herein, herein, wir laden
alle ein.“
Nicht die Sonntagspflicht, die Festesfreude ist es, die uns
dorthin gehen lässt!
Oder?
Herzlichst Ihre
Chefredakteurin Christa Eßler
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| Ältere,
bisher erschienene Ausgaben: |
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kontakt23
01/2011
[April2011]
Alle Menschen
sind gleich an
Würde
zum
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kontakt23
04/2010
[November 2010]
Leben
ist
Lernen
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
03/2010
[September 2010]
Thema:
Tradition
gibt Sicherheit...
...bremst aber auch
zum
Inhaltsverzeichnis,
zum Lesen hier...
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kontakt23
02/2010
[Mai 2010]
Thema:
Glück
ist eine
Seifenblase
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
01/2010
[Februar 2010]
Thema:
Raum
für...
Zeit für...
Mut zur...
Leben ist ...Veränderung
zum
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kontakt23
04/2009
[November 2009]
Thema:
geliebt und
geschätzt
alt und jung
zum
Inhaltsverzeichnis,
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hier...
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kontakt23
03/2009
[September 2009]
Thema:
Was nun?
> Scheitern
>> Umkehr
>>> Neubeginn
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
02/2009
[Mai 2009]
Thema:
Frau in Kirche und Gesellschaft
>
WIR öffnen unseren Schweigemund
> WIR taufen und salben
> WIR arbeiten zusammen mit Männern
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
01/2009
[Februar 2009]
Thema:
Kraft zum Leben
> SPIRITUALITÄT - was ist das?
> SPIRITUALITÄT - brauch ich das?
> SPIRITUALITÄT -
Lebensquell
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
04/2008
[Dezember 2008]
Thema:
Menschen mit Behinderung
> Bibel:
Moses stottert und Jakob lahmte
> Behindert ist, wer behindert wird.
> Kompetenzförderung statt Kasernierung
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
03/2008
[September 2008]
Thema:
Fremd bin ich eingezogen, fremd
zieh' ich wieder aus.
> Ich war fremd, und du hast mich
aufgenommen!
> Der Fremde ist nur in der Fremde fremd!
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
02/2008
[Mai 2008]
Thema:
"Ich hab dich bei deinem
Namen gerufen" Jes 43,1
BERUFUNG
- was ist das?
- wen trifft das?
- heißt auf jeden Fall: Gott hat etwas vor mit dir!
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23
01/2008
[Februar 2008]
Thema:
"Wer einsam ist, der hat es gut?"
> GEMEINSAM...
> GEMEINSCHAFT...
> GEMEINDEN...
zum
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kontakt23
04/2007
[November 2007]
Thema:
Liebe Deinen Nächsten, er ist wie du!
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23 03/2007
[September 2007]
Thema:
Kinder
sind unsere Zukunft - sind die Zukunft unserer Kirchen - ihnen
gehört die Welt!
zum
Inhaltsverzeichnis,
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kontakt23 02/2007
[Mai 2007]
Thema:
Miteinander!
...an einem Strang ziehen
zum
Inhaltsverzeichnis,
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aus
älteren
Ausgaben:
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aus der
Redaktion
Ausgabe 01/2011 im
September 2011:
Na Oma, wie gehts dir denn heute?
Das
ist nicht die fröhliche Frage eines liebenden Enkelkindes an
seine Großmutter. Das ist die lasche und arrogante Art, wie
noch vor etwa 20 Jahren mit alten und pflegebedürftigen
Menschen in entsprechenden Institutionen gesprochen wurde.
Kein Wunder, dass sich betagte Leute vor dem Schreckgespenst
„ins Heim müssen" wirklich fürchten!
Zu Beginn dieses Jahres traf es meine Mutter- nach etlichen
Stürzen in der Wohnung war diese für sie ganz einfach nicht
mehr sicher und ein Platz im Pflegeheim war notwendig
geworden. Eine schlimme Situation für uns alle! Denn zu ihrer
Angst kam unser schlechtes Gewissen, dass wir die Mutter
„abschieben"!
Zu unser aller Glück fanden wir einen Platz im Pflegeheim St.
Barbara hier in unserem Bezirk. Und die Art und Weise, wie
dort mit den Bewohnern umgegangen wird, inspirierte mich zum
Thema dieser Ausgabe: Menschenwürde.
Vom Redaktionsteam wurde dieser Vorschlag sofort begeistert
angenommen. Denn wir alle spüren starke Defizite in unserer
Gesellschaft, wenn es um die Würde des Menschen geht.
Was ist denn das überhaupt, die „Würde" des Menschen? In
Wikipedia findet man: Unter Menschenwürde wird die Vorstellung
verstanden, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft
oder anderen Merkmalen wie Geschlecht, Alter oder Zustand
denselben Wert haben, da sie sich alle durch ein dem Menschen
einzig gegebenes schützenswertes Merkmal auszeichnen, die
Würde. Auf rechtsphilosophischer Ebene wird hieraus häufig der
rechtsstaatliche Schutz des Menschen und seiner Würde
abgeleitet, was zur Formulierung von Menschenrechten führt.
Menschenwürde und Menschenrechte stehen nach einer solchen
Auffassung über Verfassung und Gesetzen jedes Landes.
Ist das so? Wie gehen wir - unser Staat, unsere Gesellschaft,
Sie oder du oder ich - mit Menschen um, die sich von der
jeweiligen Vorstellung der Norm unterscheiden? Da gibt es ja
so vieles, was nicht ins Schema passt: «Ist doch nur ein
Kind!" „Ist doch nur ein Ausländer!" „Ist doch nur ein
Tattergreis!" „Ist doch nur ein Krüppel!" „Ist doch nur...!"
(Setzen Sie selber noch etwas ein, was einen anderen Menschen
auf eine tiefere Stufe einordnet.)
Nein, Sie und ich, wir tun so was nicht. Niemals!... Niemals?
Herzlichst Ihre
Chefredakteurin Christa Eßler
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aus der
Redaktion
Ausgabe 04/2010 im
November 2010:
Der Mensch soll lernen, nur
die Ochsen büffeln.
(Erich Kästner)
Es
ist schon faszinierend, wie unser Redaktionsteam ein Thema
findet: Es begann mit „Freiheit" - schönes Wort,
Entscheidungsfreiheit - schweres Wort. Entscheidungen zu
treffen will gelernt sein! Wie lernt man das? Steht das wo?
Kann man das nachlesen? Nein, das Leben lehrt dich so etwas!
Ja, falls du bereit bist, etwas dazuzulernen - Treffer! Das
nehmen wir - lebenslang lernen, oder, noch besser, Leben ist
Lernen.
Sie merken schon, wir scheuen keine Kurven und Kehren, um zum
Ziel zu gelangen. Und dann wird das Gefundene kräftig
durchgewalkt und geknetet, gewendet und geprüft, von allen
Seiten durchleuchtet und schließlich voll Zufriedenheit
angenommen.
Lernen - und dabei dachten wir nicht an Schule! - gehört
unbedingt zum Leben. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.
Hört man damit auf, treibt man zurück." sagt schon Laotse im
6. Jhdt. v.Chr.
Wir haben einige Leute eingeladen, ihre Lern-Erfahrungen mit
uns und Ihnen, liebe Leserinnen, zu teilen. Lernen kann
mitunter aber auch ein schmerzlicher Prozess sein. Angefangen
beim Kind, das erfahren muss, dass eine Flamme eine ziemlich
heiße Angelegenheit ist, über die Stolpersteine, die die
Pubertät einem jungen Menschen in den Weg legt, bis hin zum -
äh, was wollte ich noch sagen? - ah ja, zum Vergesslichwerden
im Alter.
Kürzlich mussten die Herausgeber dieses Blattes die
schmerzliche Erfahrung machen, dass die Auswirkungen der
Wirtschaftskrise auch den
kontakt23
eingeholt haben. Einen wichtigen Anteil an der Finanzierung
der Zeitung sollten Inserate tragen, was zu Beginn ja auch
geklappt hatte. Aber - siehe oben - wer inseriert denn heute
noch in Printmedien? Einige wenige Unternehmen wagen diesen
Schritt noch (Danke sei ihnen gesagt!), aber die Krise hat uns
alle erreicht.
Und so musste ein
schwerwiegender Schritt schweren Herzens getan werden: Der
kontakt23 erscheint nun nur mehr 3 x jährlich! (Anfang
September, Mitte November und vor Ostern)
Im Zuge dieser Entscheidung musste ich persönlich auch etwas
lernen: Ausgerechnet meine Wohn- und Lebenspfarre findet
dieses Druckwerk nicht wirklich lesenswert! Und da die
Finanzen - wie in allen Pfarren in diesen Zeiten - äußerst
knapp sind, wurde beschlossen, auf weitere Mitwirkung zu
verzichten. Erfreulich ist der „Einstieg" des
Mariapolizentrums Am Spiegeln (Seite 15) - herzlich
willkommen!
„Taten lehren den Menschen, und Taten trösten ihn."
(Pestalozzi)
So ist
es.
Herzlichst Ihre
Chefredakteurin Christa Eßler
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aus der Redaktion
Ausgabe 02/2010 im
Mai 2010:
Glück
ist eine
Seifenblase
"Das
Glück ist seltener als die Feiertage"
(Erich Kästner)
Diesmal
kann ich nur wenig von der Redaktionssitzung berichten. Kaum
war das Thema „Glück" auf dem Tisch, herrschte eitel Wonne und
Sonnenschein im Team. Es war die absolut kürzeste Sitzung
dieser Redaktion - und deshalb wird auch dieser mein Beitrag
ziemlich kurz geraten.
Es gibt keine objektive Definition für's Glücklichsein. Was
mich glücklich macht, lässt Sie vielleicht völlig kalt - und
umgekehrt.
Wir wollen Sie nur einladen, ein bisschen nachzudenken, wie
das denn bei Ihnen so ist mit dem Glücklichsein oder
Unglücklichsein. Ist wirklich jeder seines Glückes Schmied?
Dann ist aber auch jeder der Erzeuger seines Unglücks... (Paul
Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein' ist nicht umsonst
ein absoluter Bestseller, oder?)
In der Steiermark gibt es ein Schulfach „Glück", im Königreich
Bhutan errechnet der Herrscher ein „Bruttoglücksprodukt".
Er möchte nicht einfach die wirtschaftliche Leistung der
Bhutanesen steigern, sondern ihre Lebensqualität heben. Man
braucht Glück, um im Lotto zu gewinnen, aber auch, um nicht
auf dem Glatteis auszurutschen.
Ich bin in der Zeit zwischen Redaktionssitzung und Abgabe der
Zeitung an den Drucker immer sehr hellhörig für unser
jeweiliges Thema. Deshalb hab ich (beglückt) letzten Sonntag
„Du holde Kunst" im Radio gehört mit dem Titel „Das Glück ist
seltner als die Feiertage", einem Zitat aus Erich Kästners
Gedicht „An meinen Sohn". Daraufhin habe ich nachgeschlagen,
was denn andere namhafte Leute zum Thema zu sagen haben. Und
das darf ich Ihnen hier als „Glückssprüche-Buffet" auftischen.
Herzlichst Ihre
Chefredakteurin Christa Eßler
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aus
Ausgabe 01/2010
im Februar 2010:
Raum für..., Zeit für..., Mut zur... - Leben ist
...Veränderung
Alte
Hüte
„...und Hannes will die Welt verändern!“
stand im letzten Redaktionsprotokoll zu
lesen. Passt ja zu ihm, dachte ich, als ich es
nachgelesen habe. Und ich erinnere mich
mit Wonne an die letzte Sitzung!
Wir waren
wieder einmal auf Themensuche. Vieles wurde aufgeworfen,
heftig durchgewalkt und wieder verworfen. Dann wollte eben
Hannes die Welt verändern. Und wir mit ihm. Nein, nicht
großartig: Wir können weder die Weltwirtschaftskrise noch das
Afghanistanproblem lösen.
Aber was wir
alle tun können ist: Den Kleiderschrank unseres Lebens
durchwühlen und „alte Hüte“ endlich wegwerfen! Nur, weil etwas
altvertraut ist, heißt das noch lange nicht, dass es deswegen
gut und
passend ist. Wir tragen ja auch nicht mehr die (damals
schicke) Jacke aus den 70er-Jahren... Manchmal werden uns
Veränderungen aufgezwungen und bringen unser Leben ziemlich
durcheinander – da heißt es, kreativ zu sein und dem neuen Weg
das Beste abzuringen.
Veränderungen gehören zum menschlichen Leben, sonst säßen wir
noch in Höhlen und jagten mit Steinen. Gott sei Dank gibt es
Menschen, die aufgeweckt, initiativ, schöpferisch und mutig
sind und so dafür sorgen, dass zur rechten Zeit am rechten Ort
etwas in Bewegung gerät. Zeit für Veränderung, Raum für
Veränderung, Mut zur Veränderung - vielleicht ist das Jahr
2010, das eben begonnen hat, Ihr persönliches
Ich-mistemein-Leben-aus-und-kremple-es-um-Jahr!
Herzlichst Ihre Chefredakteurin
Christa Eßler
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aus
Ausgabe 02/2009 im Mai 2009:
Frau in Kirche und Gesellschaft
Bärbl Metz,
Pastoralassistentin mit besonderen Befugnissen in der Pfarre
Rodaun:
Frau
in Kirche und Gesellschaft - dieses Thema beschäftigt zu
jeder Zeit viele Menschen. Warum beschäftigt es noch immer
viele Menschen? Weil es in vielen Bereichen ein ungelöstes
Problem ist.
Ich erlebe es in der Pfarre Rodaun ganz anders. Vor fast 3
Jahren wurde ich vom Personalbüro der Erzdiözese gefragt, ob
ich mir vorstellen kann, in Rodaun Pastoralassistentin zu
sein. In einem Gespräch mit dem Personalchef erklärte er mir
die Situation in der Pfarre. Die Pfarre hat keinen Pfarrer,
sondern wird von einem Leitungsteam geleitet und davon sollte
ich ein Teil sein. Dieses Leitungsmodell war das Ergebnis von
vielen Klausuren und Sitzungen bevor es 2004 eingeführt
wurde. Ich konnte mir das vorerst gar nicht vorstellen, weil
ich aus einer Pfarre kam, die einen Pfarrer und einen Kaplan
hatte. Da ich aber ein neugieriger Mensch bin, sagte ich zu.
Nach einem Gespräch mit dem Pfarrgemeinderat begann ich im
September 2006 mit meiner Tätigkeit in der Pfarre Rodaun.
Ich sollte also Teil dieses Leitungsmodells sein. Wir leiten
zu dritt die Pfarre. Hermann Hofer, der ehemalige Pfarrer ist
auf seinen Wunsch Moderator. Er leitet die Eucharistiefeiern
und spendet die Sakramente. Gemeindeassistent Gottfried Eder
hat einige pastorale Aufgaben und ist vor allem für die
Hausverwaltung und Haustechnik zuständig. Er arbeitet
ehrenamtlich. Meine Tätigkeit hat die Bezeichnung „Pastoralassistentin
mit besonderen Befugnissen". Meine Aufgabe ist die
Leitung des Pfarrgemeinderates und der Pfarrkanzlei,
Vorbereitung auf den Sakramentenempfang und vieles mehr. Ich
bin auch vom Bischof beauftragt, Begräbnisse zu halten.
Meine Situation als Frau in der Pfarre Rodaun ist schnell
umschrieben. Ich werde von der Gemeinde in meiner Position
voll anerkannt. Die Gemeinde war schon immer sehr mündig und
ist durch die Änderungen in der Pfarrleitung noch mündiger
geworden. In vielen Bereichen gilt das Motto: Wenn du es
willst, dann mach es, wenn du es nicht machst, dann geschieht
es nicht. Wichtige Dinge werden natürlich mit uns
abgesprochen.
Trotz meiner „Sonderstellung" in der Kirche verstehe
ich die Frauen, die darunter leiden, dass sie die Aufgaben der
Diakone oder Priester nicht ausüben dürfen und dazu auch
keine Weihe empfangen können.
Auch ich stoße manchmal an Grenzen. Wenn ich vor einem
Begräbnis die Angehörigen anrufe und mich vorstelle, höre
ich oft eine gewisse Enttäuschung, warum denn der Hr. Pfarrer
nicht kommt. Diese Voreingenommenheit wandelt sich oft
während der Feier, weil Frauen in vielen Fällen
einfühlsamer sind.
In der langen Tradition der Kirche hat sich schon viel
geändert, man bedenke nur, dass es erst seit ca. 30 Jahren
weibliche Ministrantinnen gibt. Wir dürfen also hoffen, dass
die Weihe von Frauen hoffentlich bald möglich sein wird.
Es ist schön in der Pfarre Rodaun mitzuerleben, wie lebendig
eine Pfarre sein kann. Ich bemerke auch eine sehr große
Akzeptanz Frauen gegenüber. Das beziehe ich nicht nur auf
mich, sondern auf alle Frauen, die liturgische Dienste
ausüben. Mir macht es große Freude mitzuwirken, dass das,
was Gott von uns und für uns wollte, Wirklichkeit wird.
aus
Ausgabe 02/2009 im Mai 2009:
Frau in Kirche
und Gesellschaft
Gabriele
Lang-Czedik, Pfarrerin in Liesing:
Seit
1965 können in Österreich Frauen Evangelische Pfarrerinnen
sein. Ilse Beyer war als Liesinger Pfarrerin eine der
allerersten in Österreich. Inzwischen haben die Liesinger
auch schon Johannetta Reuss und mich als Pfarrerinnen kennen
gelernt.
Seit 2004 bin ich amtsführende Pfarrerin in Liesing und habe
das Gefühl, mit meiner Arbeit genau am richtigen Platz zu
sein. Gottesdienste, Taufen, Trauungen, Begräbnisse,
Seelsorge - das alles gestalte ich aus innerer Freude heraus -
und die Menschen nehmen es gerne an.
In einem Gedicht habe ich es
einmal so formuliert:
Der Tag ist gekommen,
da haben wir Frauen in der Evangelischen
Kirche aufgehört,
den Altarraum nur zu kehren,
zu Gott bekehrt haben wir uns endlich auch
zu den Menschen gekehrt.
Wir haben unseren Schweigemund geöffnet
aller-orten und aller-kirchen
und zu reden begonnen
von unserem Gott, von unserem Bruder Christus,
von der heiligen Geistkraft
von unseren Visionen, von unserem Leben.
Wir taufen und salben,
wir predigen und leiten Gemeinden.
Wir Frauen der Kirche denken und gestalten,
wir heiraten und haben Kinder,
wir lehren und trösten und klären,
wir arbeiten zusammen mit Männern,
Frauen, Kindern und Jugendlichen.
Wir verkündigen und feiern das Mahl der
Gemeinschaft. Und wir nehmen die
Verantwortung und die Freude aus Gottes
offener Hand, aIs seine, als ihre Töchter.
|
| Diakon
Peter Feigl schreibt im Leitartikel der Ausgabe
02/2008 im Mai 2008:
Es ist 11.55 Uhr. Ich fahre
zu einem Begräbnis. Die Angehörigen kenne ich nicht Ich
treffe mich mit ihnen vor der Halle, stelle mich Ihnen vor:
Grüß Gott, Feigl, ich bin Diakon in der Pfarre in der
Endresstraße und werde das Begräbnis halten." Danke
Herr Pfarrer." Nein, ich bin nicht der Herr Pfarrer, ich
bin Diakon!" Sie werden das schon gut machen, Herr
Pfarrer."
Ich gebe es auf, den
Angehörigen die korrekte Anrede zu erklären, jetzt gibt es
ja auch Wichtigeres zu tun...
Als ich diesen schon öfter
erlebten Dialog in unserem Redaktionsteam erzählt habe,
war uns sofort klar, dass wir in der nächsten Ausgabe unserer
Zeitung einen Schwerpunkt über die vielen Ämter und
Berufungswege, die unsere Kirchen kennen, setzen wollen. Denn
Berufungen und Berufswege gibt es in unseren Kirchen viele,
nicht immer muss man Pfarrer werden. Freilich stimmt es, dass
diese verschiedenen Ämter nicht mehr allgemein bekannt sind.
Viele diskutieren über Zölibat, aber dass es neben dem
ehelosen Priesteramt in der katholischen Kirche auch das Amt
eines verheirateten Diakons gibt, dass es neben der Aufgabe
des Pfarrers auch die der Pastoralassistentin gibt usw. wissen
nur wenige.
Noch schwieriger wird die
Sache freilich, wenn man beginnt, die verschiedenen
Sichtweisen von Amt zwischen den beiden großen Konfessionen
zu vergleichen Unverständnis und Verwirrung sind
vorausprogrammiert. Die Vielzahl der Ämter und Berufungen ist
ein bunter Reichtum, der sich in den christlichen Kirchen im
Laufe der Geschichte entfaltet hat. Es lohnt sich, diesen
Schatz anzuschauen, manches vielleicht zu polieren, anderes
vielleicht auch umzuschmelzen.
Wir wollen Ihnen, liebe
Leserin, lieber Leser, mit dieser Nummer nicht nur helfen ihr
Wissen aufzufrischen, sondern sich darüber hinaus auch noch
in Erinnerung rufen lassen, dass wir alle Berufene von unserer
Kirche sind - als Berufene, als Christen zu leben, als
Gerufene Gottes unsere Fähigkeit in unsere Kirche zu bringen.
Wir vergessen nur allzu oft, dass wir selbst seit unserer
Taufe - Priesterinnen geworden sind. Das ist ein hoher
Anspruch. Nicht nur an die Amtsträger unserer Kirchen. Ja,
danke Herr Pfarrer!
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Web-Links zu den einzelnen
Pfarrgemeinden, die beim kontakt23
mitmachen:
Evangelische Gemeinde Liesing
- Pfarre Erlöserkirche -
Personalgemeinde Endresstraße - Pfarre Inzersdorf Neustift -
Pfarre Inzersdorf St. Nikolaus - Pfarre Kalksburg -
Pfarre Liesing -
Pfarre Mauer St. Erhard -
Mauer Georgenberg -
Pfarre Neuerlaa -
Pfarre Rodaun -
Evangelische Gemeinde Hetzendorf-Erlaa -
Pfarre Wohnpark Alterlaa |
Impressum:
Alleininhaber, Herausgeber:
Mag. Peter Feigl • Chefredaktion: Christa Eßler,
beide: Pfarre Erlöserkirche, 1230 Wien, Endresstraße
57A • Tel. 01/888 74 30 • Kontakt: k.23@gmx.at
• Layout: die graphikschmiede, A.-Baumgartner-Str.
44/55, 1230 Wien • kontakt²³ ist Kommunikationsorgan
der kath. Pfarren Erlöserkirche, Inzersdorf-
Neustift, Inzersdorf-St. Nikolaus, Kalksburg, Liesing,
Mauer, Neuerlaa, Rodaun, Wohnpark Alterlaa, der
Personalgemeinde an der Erlöserkirche, der Gemeinde
Mauer-Georgenberg, der evangelischen Gemeinde
Hetzendorf-Erlaa, dem Mariapolizentrum und der evangelischen Gemeinde
Liesing • Druck: Druckerei Ferdinand Berger &
Söhne Ges.m.b.H, Wiener Straße 80, A 3580 Horn
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Sie
haben Fragen, Wünsche und Anregungen?
Dann schreiben Sie uns bitte an k.23@gmx.at |
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